Was sind Chronotypen? Die Wissenschaft der Schlaftypen
Dein Chronotyp ist die natürliche Vorliebe deines Körpers, wann er schlafen und wann er am aktivsten sein möchte. Im Gegensatz zu einfachen Etiketten wie „Morgenmensch“ oder „Nachtmensch“ sind Chronotypen biologisch verankert — gesteuert von deinem zirkadianen Rhythmus, einer inneren 24-Stunden-Uhr. Im Jahr 2017 wurde der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für die Entdeckung molekularer Mechanismen zur Steuerung zirkadianer Rhythmen vergeben.
Die Forschung zeigt, dass der Chronotyp erheblich von der Genetik beeinflusst wird. Studien schätzen, dass 2 von 10 Menschen ausgeprägte Nachteulen sind, während nur 1 von 10 echte Frühaufsteher sind. Die restlichen 70% sind „dritte Vögel“ — sie liegen irgendwo dazwischen.
Der Zusammenhang zwischen den kognitiven MBTI-Funktionen und dem Chronotyp ist bemerkenswert. Introvertierte dominante Funktionen (Ni, Ti, Fi, Si) gedeihen im reizarmen Umfeld der Nacht, während extravertierte Funktionen natürlicher mit der Tagesaktivität übereinstimmen.